Archive for the Be Bud of it Category

Erstmalige deutsche Übersetzung von Bud Spencers Autobiografie

Posted in Be Bud of it on 4. Juni 2010 by Karl-Martin Pold

 

Auszug aus der neuen Bud Spencer Autobiographie  „Altrimenti mi arrabbio“  – exklusiv hier!

Unser Bud als Baby

Unser Bud als Baby

Die Kindheit

Irgendjemand hat mir gesagt, dass ich in Neapel am 31. Oktober 1929 um vier Uhr Nachmittag (Skorpion, Aszendent Skorpion) geboren wurde.

Gemäß dieses Sternzeichens, ist der Skorpion das Zeichen für starke Körperlichkeit, auf der Suche nach einer Lebensaufforderung, unter solch einem Aspekt, mit der klassischen verspäteten Einsicht und trotz meiner Skepsis hinsichtlich der Astronomie, muss ich sagen, dass dieses Zeichen bereits  mit dem Zukunftsomen des kleinen Bud beladen war.

Klein war ich, aber nicht leicht: gerade geboren wog ich üppige sechs kilo, arme Mama!

Zum Glück,  dann für die ersten Jahre des Lebens gibt es jemanden der sich um uns kümmert, uns hilft aufzuwachsen, uns erzieht und ich hatte die bestmöglichen Eltern.

Mein Vater und meine Mutter waren mehr als 50 Jahre verheiratet  und sie haben mir und meiner  Schwester Vera eine Ruhe eines verbundenen Paares übermittelt, das uns ein Vorbild fürs Leben gegeben hat speziell in den schwierigen Momenten.

Mit meiner Familie  lebten wir in dem Viertel Santa Lucia, in der „IN“-Zone von Neapel, und die Lebensart  in den ersten Jahren war mehr als adäquat: schon von jung auf an erinnere ich mich an die amerikanischen Straßenkreuzer meines Vaters, mit Chauffeuren in Uniformen und Gamaschen, die unten vorm Haus warteten.

Also in Summe ging es dem kleinen Carlo Pedersoli sehr gut , auch wenn er sich dessen nicht bewusst werden konnte,  noch hatte er  Antworten auf die Schwierigkeiten der Außenwelt  und Hunger kannte er nicht.

Ich hatte eine deutsche Privatlehrerin, Rosa Polacek, die  sich dann um meine Schwester Vera in Sachen Ausbildung kümmerte, die vier Jahre nach mir geboren wurde, 5 kg schwer, und heute Lehrerin in einer Schule in Rom.

Mein Vater wollte verstehen was sein Sohn sprach als Rosa mit uns sprach und es gelang mir nicht weil mir die Kraft der deutschen Sprache aufkam, ohne die italienische Sprache zu kennen! Schon gar nicht das Neapolitanische.

Rosa war eine fleißige Privatlehrerin  und eine außergewöhnliche Frau, mit der ich für einen großen Teil meines Lebens in Kontakt geblieben bin, bis einige Jahre vor Ihrem Tod.

Ich erinnere mich, dass sie einen Feuerwehrmann geheiratet hatte  aus Torre del Greco, und somit fügte sich zu ihrem Italienisch mit dem deutschen Einschlag, ein Überschuss des  partenopeo-Akzents, mit dem Ergebnis einer sehr amüsanten Sprache. Rosa Polacek wurde praktisch mehr neapolitanisch als ihr Ehemann. 

Meine Kindheit war bürgerlich und reich, müsste ich mich dessen schämen? Ich glaube nicht. Und auf jeden Fall hing es nicht von mir ab.

To be continued… Herzlichen Dank an Katalin fürs übersetzen !!

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Bud is back in town!

Posted in Be Bud of it on 31. Mai 2010 by Karl-Martin Pold

Es hat zwar lange gedauert, aber nun ist sie endlich da, die neue budmäßige Homepage.

Zu finden unter www.budspencermovie.com. Die Specials wie z.B. die Bud-Map (gleich auf der Startseite) werden sich in der nächsten Zeit noch häufen. Die Ideen sind da 😉

Die Bud Spencer Karte ist für das Projekt super wichtig! Ein einfacher Klick für euch, bringt euren Namen und Ort auf die Karte und wir können allen zeigen wie riesig die Bud Spencer Fancommunity ist und wo überall in der Welt die Fans zu finden sind!

Vielen Dank an dieser Stelle an unseren tollen It-Techniker George Barsan, der sich viele viele Stunden Zeit zum werkeln genommen hat und an Michael und Markus von Mindconsole, die uns mit ihrer Kreativität ein schickes Design verschafft haben!

Wir sind schwer begeistert, ihr auch?

Postet doch einfach eure Anregungen, Fragen, Wünsche, Kritik im Anschluss an diesen Blogeintrag!

Wir sind schon sehr gespannt 🙂

„Andernfalls werd ich böse“! Die erste Bud Autobiografie out now!

Posted in Be Bud of it on 29. Mai 2010 by Karl-Martin Pold

„Altrimenti mi arrabbio. La mia vita“ heißt Buds Autobiografie im Original, die nun endlich publiziert wurde.

Wie ihr wisst, haben wir Ende Februar in Rom unseren Bud(dy) besucht und da war er noch fleißig am schreiben. Er sagte uns, dass er gerade mal bei den Anfängen seiner Schwimmkarriere ist und ihm so viel einfällt, dass er gar nicht weiß wo er kürzen soll.

Letztendlich kam ein 203 Seiten starkes Buch heraus.

So sieht das Cover aus

Der Buchtitel ist angelehnt an den Spencer/Hill Film „… altrimenti ci arrabbiamo!“ (Zwei wie Pech und Schwefel), der übersetzt „sonst werden wir böse“ heißt. Was unseren Carlo allerdings böse werden lässt, dass erfahren wir hoffentlich bald, sofern es eine deutsche Übersetzung geben wird – also Daumen drücken!

Für alle Sammler und Italienisch-Begabten hier der heilige Gral:

http://www.libreriauniversitaria.it/altrimenti-mi-arrabbio-mia-vita/libro/9788874245987

Von einem unserer Insider, ein Kellner bei dem Carlo jeden Tag seinen Kaffee trinkt, haben wir folgendes: Bud hat sich richtig gefreut, dass seine Serie „I delitti del cuoco“ so einen Erfolg im Fernsehen hat. Er kam ins Café, strahlte übers ganze Gesicht und war total erleichtert über die ersten tollen Quoten.

Klar würde sich jeder freuen wenn man einen Erfolg im Fernsehen hat, aber bei Bud war es wohl auch eine richtige Erleichterung, nach all den Jahren wieder einen großen Hit feiern zu können.

Dann erzählte er uns, dass Terence ihn vor der Donatello Preisverleihung ihm Büro besuchte. Was wiederum ihre lange Freundschaft bestätigt.

Wie schon im letzten Artikel angesprochen, arbeiten wir mit Hochdruck an unserer Homepage, die nun schon ziemlich fertig ist und es sich nur noch um wenige Tage handelt bis sie online geht. Der Countdown läuft …

Hier schon mal als kleiner Vorgeschmack als Screen shot: Ein paar Sachen werden sich natürlich noch ändern und die Specials zeigen sich auch erst beim rumklicken…

Wir sind auch gerade dabei eine Bud Tour durch Europa zu planen. Im Juli geht’s voraussichtlich mit dem „Budmobil“ quer durch Europa von Stadt zu Stadt. Wir werden in Archiven recherchieren, weitere Interviewpartner besuchen und Termine ausmachen und natürlich Fans für die Doku ausfindig machen! Aber noch vieles mehr… Mehr dazu bald!

Alle News, die Bud-Route und vieles mehr, gibt’s dann auf der Homepage.

Get ready to be Bud of it!

Endlich! Der (italienische) Oscar für Bud Spencer und Terence Hill

Posted in Be Bud of it on 19. Mai 2010 by Karl-Martin Pold

Wir sind gerade fleißig dabei an der neuen Homepage zu basteln. Nächste Woche ist es dann endlich soweit und die neue Seite geht mit tollem Design und extra Fanspecial online!

Damit noch nicht genug, es wird noch einen neuen Trailer zum Film geben, durch den ihr einen kleinen Einblick in die bisherigen Interviews und Dreharbeiten bekommt.

Ihr seid sicherlich schon ganz ungeduldig und dafür gibt’s bis dahin noch eine kleine Geschichte um euch bei Laune zu halten:

Der italienische Oscar für Bud Spencer und Terence Hill

Vor zwei Wochen am 7. Mai wurden Bud Spencer und Terence Hill für ihr Lebenswerk mit dem David di Donatello Award geehrt. Der Preis gilt als eine Art Italienischer Oscar! Unsere Einladung von Bud muss irgendwie auf dem Weg verloren gegangen sein und so blieb uns nur übrig das Ganze voller Erwartung bei Youtube anzusehen:

http://www.youtube.com/watch?v=k5FKympn4ZI

Katalin hat uns alles übersetzt und das wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten – von Fans für Fans 😉

Leider war der Moderator total unhöflich und hat die Verleihung schon ein wenig versaut. Hier die ausführliche Version zum mitlesen:

Bud Spencer und Terence Hill endlich wieder vor der Kamera vereint

Alles startet mit ein paar Floskeln vom Moderator. Er liest einen Brief vom Regisseur Ermanno Olmi vor, der für Bud und Terence immer eine große Inspiration war. Olmi hat die beiden ganz zufällig gefunden, als er einen Protagonisten für den Film „cantando dietro i paraventi“ suchte. Jemand empfahl ihm Bud. Er hätte nie an ihn für die Rolle gedacht. Es war wie ein Geistesblitz für ihn.

Terence erzählt wie sehr er sich geehrt fühlt diesen Preis zu erhalten, denn er weiß, dass er und Bud ihn auf Empfehlung Olmis erhalten haben – er war ein Laudator des Preises.

Terence möchte Olmi auch noch etwas ganz persönliches sagen: “Vale piu un cafe con un amico che cento milla libri che tutti libri”

Ein Kaffee mit einem Freund ist mehr wert als 100.000 Bücher – als alle Bücher

Dieser Satz hat ihn begleitet, besonders in Momenten von Stress.  Dann erzählt er, dass er heute als er auf dem Weg zu Ermanno war, in der Via Condotti bestohlen wurde. Man hat ihm seinen Geldbeutel geklaut der für ihn sehr wichtige Sachen enthielt. Da dachte er sich: „Ma vale piu un caffe con un amico che un portafoglio rubato anche se ci tenevo tanto.“

Ein Kaffee mit einem Freund ist wichtiger als eine gestohlene Geldbörse, auch, wenn diese mir sehr viel bedeutet hat“ Es befanden sich Fotos von seinem verstorbenen Sohn darin sowie der letzte Brief, den er von ihm erhalten hat bevor er durch einen Autounfall verunglück ist.

Dann sagt der Moderator: Also, wenn ihr die Geldbörse findet, dann lassts den Kaffee, und bringt die Börse her.

Moderator zu Bud: Hat er dir das erzählt?
Bud: Nein, das hat er mir nicht erzählt.

Terence:  Naja, es ist erst grade passiert. Zwischen dem Besuch des Präsidenten der Republik und Ermano Olmi. In Via Condotti ist mir das passiert, als ich mir dieses Hemd gekauft habe. (Moderator quatscht hier auch wieder rein, fällt Terence einfach ins Wort als er das erzählt). Daraufhin dreht sich Terence weg von ihm und wendet sich dem Publikum zu.

Bud tröstet herzlich seinen Freund

Bud: Ich muss mich nun präsentieren. Ich bin Bud Spencer „in arte“ jedoch „Carlo Pedersoli“, weil ich erst seit kurzem zum Schauspieler geworden bin, dank dem wunderbaren Herrn Ermanno Olmi (Moderator unterbricht wieder: “der der die Geldbörse gestohlen hat“)

Bud: Nein, das war nicht er.

Moderator (sagt irgendwas, von Neapolitanern auf der Straße, und dass beide Neapolitaner seien, Olmi und Bud)

Bud weiter:  Mit ihm begann ich Schauspieler zu sein, nach 100 Filmen die wir gemacht haben, und auch mit ihm haben wir 16 Filme gedreht, aber er (zeigt auf Terence) ist ein Schauspieler, ich bin eine Person.

Moderator: Aber Fellini wollte Sie doch auch für die Rolle des  Trimalcione im Film Satyricon.

Bud: Ja, aber da hätte ich nackt sein müssen. Spaß beiseite. Alles was hier passiert, bewegt mich in einer unglaublichen Art, die Tatsache angekommen zu sein bis zum italienischen Oscar und das mit ihm (zeigt auf Terence). Wir sind das einzige Paar auf der Welt das noch nie gestritten hat, das ist auch eine wahre Tatsache.

Moderator: Ihr habts Kinder… Also, Bud, ich habe ihnen versprochen dich noch vor Weihnachten nach Hause zu schicken. (Anspielung auf Bud als Weihnachtsmann – Werbespot )

Bud: aber ich bin schon fertig (schaut überrumpelt)

Moderator:  Aber warum bist du dann noch hier?

Bud: Weil du mir sagen musst wann es zu Ende ist.

Moderator: Wir sind fertig / Es ist zu Ende

So viel dazu! Jetzt heißt es nur noch Daumen drücken, dass Terence die Fotos und den Brief seines Sohnes wieder bekommt und dass es nach dem Italienischen Oscar nur noch den echten Academy Award geben kann und wird!

Fauch, Fauch, Fauch

Posted in Be Bud of it on 2. Mai 2010 by Karl-Martin Pold

Was haben die Beatles und Bud Spencer gemeinsam? Nun, die wenigsten unter euch (und ich meine jetzt nicht die absolut ultra Hardcore Bud Spencer Fans, die sowieso unseren Blog täglich verfolgen) wissen, dass Bud Spender auch Sänger und Komponist ist. Der normal sterbliche Bürger (steht auf Bud Spencer Filme, guckt aber heimlich) glaubt oft der Schauspieler Bud Spencer kommt aus Amerika und sei längst tot.

Viele mögen jetzt den Kopf schütteln und sich denken, wie kann man denn NICHT wissen, dass unser Bud Italiener ist und, dass er immer noch voll aktiv – trotz seiner 80 Lenze –  unter uns verweilt. Doch erst kürzlich in einer intellektuellen Runde (bei der ich normalerweise nicht anzutreffen bin J) war wieder mal Bud Spencer das Thema. Und gerade dort bei einer Versammlung von Schöngeistern ist es ein absoluter Fauxpas sich als Bud-Fan zu outen. Bei uns in Österreich gab es mal einen Spruch der wie folgt lautete:

Haider wählen ist wie wichsen – jeder tut es, aber keiner gibt es zu. Und ähnliches gilt wohl auch für Bud Spencer Fans. Es gibt sie zwar zu Hauf,  aber nur die Wenigsten stehen auch dazu.

Aber um nun zurückzukommen auf die Anfangs gestellte Frage, was Bud und die Beatles gemeinsam haben außer, dass beide mit B beginnen, ist folgende skurrile Tatsache. Beide haben eines ihrer Lieder speziell für den deutschen Markt gesungen. Das heißt im Klartext: auf Deutsch. WAS!? Werden jetzt einige verwundert aufschreien, die Beatles haben einen ihrer Hits auf Deutsch rausgebracht??? Tja, die Wahrheit ist, nicht nur einen Song, sondern sogar zwei.

Aber was die Beatles können, kann eben der Bud allemal. Eines seiner selbst komponierten Songs „Grau Grau Grau“ aus dem Film „Das Krokodil und sein Nilpferd“ erschien auf Deutsch mit dem Namen „Fauch, Fauch, Fauch“ als Single. Damals war das ganze natürlich noch ne Vinylplatte und erschien 1980. Bud sang den Song gemeinsam mit Anke von Ohlen, die damals 14-jährige Musikerin feierte mit diesem Lied ihren größten Erfolg. Wir haben heute mit ihr telefoniert um eben mal rauszufinden wie es denn so ist mit Bud gemeinsam einen Song einzuspielen. Leider nicht ganz so spektakulär wie wir meinten, denn die beiden trafen sich gar nie. Bud spielte seinen Teil in Italien ein, Anke in Deutschland, das wurde zusammengemischt und fertig.

Und so sieht die Platte aus:

 

Im Moment sind wir dabei den Kontakt zu Walter Rizzati (dem Komponisten für „Das Krokodil und sein Nilpferd) rauszufinden, da wir zur Zeit Buds Gesangs- und Komponistenkarriere recherchieren.

Jedenfalls schon mal Dank an folgende Personen die uns enorm geholfen haben:

Dennis Heyse, Roman Petrescu, Florian Kucnierz Harald Matzenberger und natürlich Katalin Bodnar.

„Per sempre Buddy“ – Dritter Drehtag in Rom: 15. April 2010

Posted in Be Bud of it on 29. April 2010 by Karl-Martin Pold

Am Set von „Sie nannten ihn Spencer“

Der heutige Blogeintrag über unseren dritten Drehtag steht ganz im Zeichen des Frühlings und somit mal eine etwas romantischere Geschichte für alle Verliebten da draußen 🙂

Doch kommen wir zuerst zu den Hardfacts dieses Blogeintrags. Unser letzter Interviewpartner war Antonio Buccioni  seines Zeichens Präsident des SS Lazio Nuoto, des ehemaligen Schwimmvereins von Carlo Pedersoli. Wir trafen unseren Interviewpartner im Stadio di Olimpico, dem römischen Olympiastadion und Prachtbaus Mussolinis.

Antonio erzählte uns, dass man in Carlo schon früh sein Schwimmtalent entdeckt hat. Zwischen seinem 15. und 19. Lebensjahr hatte er das Training auf Eis gelegt und wurde dennoch mit 19 gleich in die Mannschaft des SS. Lazio aufgenommen, was damals keine Selbstverständlichkeit war.

Antonio Buccioni im Interview

Buccioni bedauerte auch, dass Carlo während seiner Karriere so wenig auf seine Gesundheit geachtet hat und nur lasch trainierte. Hätte er sich mehr bemüht, hätte ihn sein enormes Talent mit Sicherheit bei Olympia aufs Treppchen geführt. Terence Hill, der als 12-Jähriger im selben Schwimmclub neben Bud trainierte, sei da ganz anders gewesen – voller Ehrgeiz und immer sehr ambitioniert, nur leider fehlte ihm das Talent zum großen Erfolg…

Gut zu wissen: auch heute noch besucht Bud ab und an ein Wasserballspiel oder einen Schwimmwettbewerb – insofern einfach mal in den Hallen des Olympiastadions ausharren und irgendwann mal auf ihn treffen! J

Doch nun zu unserer bereits angekündigten Lovestory…

Die Brücke "Ponte Milvio"

Per sempre Buddy

Am letzten Tag spazierten wir bei Sonnenschein am grünen Flussufer des Tibers entlang. In der Luft lag ein sommerlicher Duft der unsere Sinne vernebelte, das frische Gras unter unseren Füßen spürend schlenderten wir den Flusslauf hinauf. Der Blick streifte eine alte antike Brücke über dem Tiber von der eine nahezu magische Anziehungskraft ausging. Sie bot eine herrliche Aussicht und ganz langsam aber stetig stieg da dieses warme Kribbeln aus der Magengegend auf und breitete sich über den ganzen Körper aus. Die Augen waren geschlossen… entspannt und da, da war doch was? Ja, vor dem inneren Auge erschien erst eine vage Silhouette, doch dann wurden die Formen immer klarer und klarer… bis sich schließlich Konturen abzeichneten und da war es ganz plötzlich – eine Vision! Ein alter bärtiger Mann von großer Statur mit sanften Augen kam auf einen zu und streckte die Hand zum Gruß aus… und dieses Gefühl…. Es war Liebe…

Bud und wir - Forever 😉

Doch plötzlich riss eine Stimme uns aus dieser anderen Sphäre. „Scusi… Excuse me…?“, die Stimme gehörte zu einem jungen Kerl, der sich neben uns gesellte und fragte, ob wir die Geschichte dieser Brücke, der „Ponte Milvio“, kennen würden. Er erzählte uns, dass man seit vielen Jahren die Tradition pflegt an dieser Brücke die Liebe zwischen zwei Menschen für immer zu verbinden. Man nimmt ein Schloss, versieht es mit den Initialen, kettet es an die Brücke und wirft mit den Worten „per sempre“ (für immer) den Schlüssel in den Tiber.

Das Zeichen war unmissverständlich – also kauften wir völlig überteuert ein Schloss, schreiben unsere Initialen darauf und waren den Schlüssel in den Tiber. Wer also mal zufällig in Rom sein sollte und diese Brücke besucht, vielleicht findet er ja unser Schloss dort noch immer hängen.

Wer mehr über diesen Brauch wissen will gucke mal hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Liebesschloss

Oder sehe sich den Film „Drei Meter über dem Himmel“ an – der diesen Brauch so richtig populär gemacht hat.

Mittlere Kettenreihe Richtung Olympiastadion hängt unser Liebesschloss

Zu Gast bei Oliver Onions – Zweiter Drehtag in Rom

Posted in Be Bud of it on 21. April 2010 by Karl-Martin Pold

Maurizio De Angelis mit dem Budteam

Am zweiten Drehtag besuchten wir Maurizio de Angelis, besser bekannt unter Oliver Onions und mit Sicherheit einer der Erfolgsfaktoren der Spencer/Hill Filme. Man glaubt es kaum aber Maurizio ist bereits 63 Jahre alt. Sieht man sich dieses Foto an ist das kaum zu glauben – tja seine Musik hält ihn wohl jung, und die beiden Brüder sind immer noch fleißig am komponieren. Mittlerweile haben sie schon über 170 Soundtracks erschaffen, doch wohl am bekanntesten sind sie mit ihren zahlreichen Evergreens von Bud Spencer/Terence Hill Filmen.

Wer mehr von ihnen wissen will soll mal hier schauen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Guido_%26_Maurizio_De_Angelis

Das Brüderpaar hatte viele verschiedene Namen wie z.B.: Dilly Dilly, The Black Stones, Canary Jones, Donald & Olimpio und Juniper und lange war es ein Geheimnis warum sie so viele verschiedene Namen wählten. Tja, dieses Mysterium haben wir durch unser Interview gelüftet:

Wir bitten zu Tisch

Die damaligen Plattenfirmen waren nur für die Promotion von maximal zwei Hits pro Band und Jahr gefasst, unsere Zwiebeljungs aber waren solche Workaholics, dass sie gleich mehrere Platten pro Jahr raugebracht haben. Unter einem Namen ging das nicht und deshalb die vielen Pseudonyme 🙂

Viele Fans freuen sich auch schon auf den neuesten Film mit Terence Hill „Doc West“,  hierbei agierten die De Angelis Brüder als Produzenten und klarerweise komponierten sie auch den Soundtrack unter dem Namen Oliver Onions. Maurizio erzählte uns, dass es noch entschieden wird ob der Film ins Kino kommt oder direkt ins Fernsehen, allerdings bezogen auf den amerikanischen Markt und hört hört!!! –  er könne sich durchaus vorstellen, wenn es zu einer Fortsetzung kommt, auch Bud Spencer mit an Board sein könnte.

Maurizio kam gar nicht mehr raus aus dem Schwärmen von Buds Talent. Er findet es sehr schade, dass das Publikum zurzeit nicht reif für seine neapolitanische Folksmusik ist, die Carlo macht und sieht an ihm einen verlorenen Popstar 😉

Als Frauenheld schlechthin

Als krönenden Abschluss unseres zweiten Drehtags trafen wir noch eine lebende Legende. Giuliano Gemma – einer der größten Westernstars überhaupt, lud uns in seine Wohnung ein auf ein nettes Gespräch. Vielmehr noch werden wir ihn bald in seinem Landhaus in der Nähe Roms besuchen, wo er uns ein ausführliches Interview geben wird.

Eine von Giuliano selbst angefertigte Bronzeskulptur sieht man oben links im Fenster

Giulianos Zweitwohnsitz sieht sehr pompös aus. Er hat uns seine antike Schusswaffensammlung gezeigt und zu seinen vielen Silberdolchen ein paar Geschichten erzählt.

Der Giuliano achtet aufs Geld und deshalb findet er sich auch grade im Rechtsstreit mit Suzuki. Wer es noch nicht wusste: Suzuki hatte eine eigene Linie, die „Suzuki Gemma“ herausgebracht. Da die Rechte für Giulianos Namen allerdings nur für ein paar Jahre limitiert waren, gibt’s jetzt mächtig Zoff, weil er weiterhin als Testimonial verwendet wird.

Also nicht vergessen – Don´t mess with Gemma

Eine von Giuliano selbst angefertigte Bronzeskulptur sieht man oben links im Fenster

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