Archive for the Be Bud of it Category

The Bud Spencer Story

Posted in Be Bud of it on 2. Juli 2010 by Karl-Martin Pold

Tja in knapp 2 Wochen geht’s ja los mit der European Bud Tour, doch zuvor haben wir für euch noch ein kleines Video gezaubert. In diesen 3 Minuten erfährt ihr die gesamte Entstehungsgeschichte hinter diesem Filmprojekt. Was nu – in 3 Minuten kann man die Ereignisse der letzten beiden Jahre erzählen. Waren wir so faul und ist nix passiert? Faul waren wir aber dennoch hat sich einiges getan. Dieses Video wurde vor allem für die beiden Plattformen IndieGoGo und Kickstarter (auf Kickstarter werden wir uns in den folgen Tagen noch anmelden) produziert. Auf diesen Seiten könnt ihr uns unterstützen und coole Gimmicks erwerben. Enjoy und lass den Bud in dir raus!

Hier gehts zum BudSpencerMovie Projekt auf IndieGogo – und zu zahlreichen budmäßigen Budigen Angeboten
IndieGoGo

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The European Bud Tour 2010

Posted in Be Bud of it on 28. Juni 2010 by Karl-Martin Pold

Andere fliegen zum Urlaubmachen nach Ibiza, das Bud Spencer Team schnappt sich das Bud Mobil, ein Zelt und eine Kamera und tourt quer durch Europa um die daheim gebliebenen Bud Spencer Fans zu besuchen.

Wir haben in den letzten Tagen das Bud Mobil gepimpt und werden einen Monat lang von Mitte Juli bis irgendwann im August euch Fans besuchen und keine Mühen dafür scheuen.

Als Web 2.0 Projekt bekommt man ja eigentlich nie die Fans und Helfer zu Gesicht, bei uns läuft das anders ab! Mit einem optisch aufgemotzten Mercedes, der selbst fast schon Bud Spencer Alter hat, geht’s quer durch Europa – zu EUCH!

Wir wissen nur, wann es los geht, wohin wir fahren entscheidet aber IHR. Für unsere Doku suchen wir die verrücktesten und größten Bud Spencer Fans und wollen jetzt vorab schon einmal mit euch Bekanntschaft machen. Natürlich werden wir auch alle anderen besuchen, die schon immer einmal wissen wollten, wer sich eigentlich hinter „Sie nannten ihn Spencer“ verbirgt.

Habt ihr einen Garten, in dem wir campieren können, vielleicht sogar ein Gästezimmer oder sonst wo Platz für drei Personen? Sagt uns wo ihr seid – egal ob Nordkap, Gibraltar oder Hintertupfingen – wir kommen auch in die entlegensten Orte!

Einen kleinen Vorgeschmack auf das Bud Mobil gibt’s jetzt schon.

I want you to be Bud of it! Join the tour

Mit Philipp Christian (myspace.com/_philipp_christian) haben wir den alten Mercedes, der in einem Jahr Oldtimer Status erreicht hat optisch passend zu budspencermovie aufgepimpt.  Zum anschauen und nachlesen geht’s hier lang https://budspencermovie.wordpress.com/2010/06/26/he%E2%80%99s-always-been-a-star-now-he%E2%80%99ll-become-a-legend/

Es gibt keine festgelegte Route, wir richten uns ausschließlich nach euren Einladungen. Aber um zu verfolgen wo wir bisher waren und gerade sind, möchten wir auf unserer Homepage eine Tour Karte integrieren. Tja, viele Ideen, aber an der Umsetzung scheitert es, da brauchen wir mal wieder eure Hilfe. Wir hätten gerne eine Google Maps Karte, auf der ein kleines Auto zu sehen ist und man die bisherige Route eintragen und nachverfolgen kann. Ein paar gescheiterte Versuche haben wir bereits gestartet, aber gelingen will es uns dann doch nicht. Ist unter euch ein IT-Crack, der uns da weiter helfen kann?

Wenn wir also im Sommer ein knatterndes Auto hört aus dem laut statt Shakira Oliver Onions Musik tönt, dann schaut euch um, vielleicht ist es das Bud Spencer Team.

Also meldet euch bei uns, wenn ihr Bud Spencer Fans seid (oder einfach nur Mitleid habt 😉 ) und das Bud Spencer Team auch mal bei euch zu Besuch haben wollt!

Details zur Tour folgen noch…

He’s always been a star – now he’ll become a legend

Posted in Be Bud of it on 26. Juni 2010 by Karl-Martin Pold

Ist es ein Vogel?  – Nein!

Ist es ein Flugzeug? – Nein!

Es ist…es ist….es ist auch nicht Superman. Es ist das Bud Mobil

Ein Bud und sein Auto kämpfen gegen das Unrecht

Dieses Wochenende haben wir uns aufgemacht aus einem bereits legendären Auto ein unvergessliches Meisterwerk zu schaffen. Vor bereits zwei Jahren war dieser Mercedes bereits im Einsatz als Martin in Neapel die Idee zum Bud Spencer Movie hatte. Man blicke zurück auf die ersten Blogartikel wo auch der blaue Blitz bereits vorkam.

2008 in Rom – Now it is back!

https://budspencermovie.wordpress.com/2009/03/24/wie-alles-begann/

Für Nostalgiker  – der erste Blogeintrag 🙂

Dann war dieser Koloss aus deutschem Stahl zwei Jahre lang in den tiefsten Wäldern des Waldviertels (Niederösterreich) eingemottet – wie Superman zog er sich auf seine Festung der Einsamkeit zurück um sich zu regenerieren. Nun ist er wieder dastärker, blauer verrosteter und mit methusalemschen Kilometerstand, aber budmäßig aufgepimpt – und er hat eine Mission!


Die European Bud Tour 2010

Doch zuvor erzählen wir euch den Geburtsvorgang des Bud Mobils. Hier müssen wir zuallererst dem jungen aufstrebendem Künstler Philipp Christian

Graffitikünstler Philipp Christian beim Zaubern

danken, der sich bereit erklärt hatte aus einem einfachen (aber schon coolen J) Auto, ein rollendes Kunstwerk zu machen. Philipp Christian auf Myspace: myspace.com/_philipp_christian

Der Ort der Geburt war wie bei Jesus eine alte Scheune mitten in der entlegensten Pampa.

Der Ort der Geburt

Doch statt Esel und Kuh wurden hunderte von Ratten Zeuge der Entbindung. Auch der ununterbrochene Regen und Wind sorgte für eine passende Atmosphäre. Alles erinnerte an den Film Frankenstein. Haben auch wir etwa ein Monster erschaffen?

Es bewegt sich – es lebt – es lebt! ES LEBT … Nun weiß ich, wie Gott sich fühlt.
(Victor Frankenstein)

Fahr raus und verkünde die Botschaft

Fahr raus und verkünde die Botschaft

Es war eine schwere Geburt. Die immens hohe Luftfeuchtigkeit erschwerte die Arbeit extrem. Insgesamt wurden drei Lackschichten auf die Motorhaube gesprüht.

Die erste Lackschicht

Vorab hatten wir für die Aktion so drei bis vier Stunden veranschlagt – im Endeffekt waren’s dann 12 h (nur für das Sprühen!!!) So einfach war’s dann doch nicht. Die erste von drei Lackschichten haben wir nach viel viel pusten und föhnen endlich (vermeintlich) trocken bekommen.

Das diffizile Auflegen der Folie

Dann kam die nächste Folie drauf und wieder wurde gesprüht, abgezogen, gepustet usw. Das Ganze dann rundherum ums Auto und stundenlang. Die hohe Luftfeuchtigkeit hatte uns da nen Strich durch die Rechnung gemacht.

Bud Mobil Eltern: Mercedes-Benz und Philipp Christian Geburtsort: Dorfstetten im Waldviertel Geburtszeit: 03:30 Gewicht: 1400kg

Bud Mobil Eltern: Mercedes-Benz und Philipp Christian Geburtsort: Dorfstetten im Waldviertel Geburtszeit: 03:30 Gewicht: 1400kg

Doch schlussendlich haben wirs geschafft. Nach 12 Stunden Arbeit war das Wunder vollbracht und wir – ganz high von den Farbdämpfen – wollten gar nicht unseren Augen trauen: Das Bud Mobil war geboren. Hier nochmals ein Hoch auf den Künstler Phillip Christian, der ein wahres Meisterwerk trotz der widrigen Arbeitsbedingungen erschaffen hat.

Und was hat das Bud Mobil nun mit dir zu tun???

Das erfährst du beim nächsten Eintrag, denn das Bud Mobil kommt zu DIR nach Hause.

Auf der European Bud Tour 2010!

Teil fünf der Autobiografie Bud Spencers

Posted in Be Bud of it on 22. Juni 2010 by Karl-Martin Pold

Auszug aus der neuen Bud Spencer Autobiographie „Altrimenti mi arrabbio“ – exklusiv hier!

Fortsetzung:

Im Übrigen, an das ich mich erinnere, stolperten wir mit einer großen Ungeniertheit in Unannehmlichkeiten, so wie, denke ich, es allen Kindern passiert.

Ich wurde mit einer Natürlichkeit genau in das Schlamassel gebracht, darin war ich besonders gut. Ich suchte es mit Hingabe und Gewissenhaftigkeit. Zum Beispiel fuhren wir in einigen Jahren jeden Sommer nach Seiano auf Urlaub, ein Dörfchen auf der sorrentinischen Halbinsel, wo es die typischen Badeanstalten aus Holz gab, auf denen sich die Kabinen erhoben, umzäunt von einem Lattenzaun;

jeder Lattenzaun hatte zwei Pflöcke die sich in der Mitte überkreuzten. Kurz und gut, eine Art Pfahlbau eingepflanzt ein paar Meter unter dem Sand. Eines Tages, als wir ein Erinnerungsphoto machen wollte, positionierte mich meine Mutter so gut wie möglich für den Auslöser. „Geh weiter nach hinten, noch weiter nach hinten“, rief sie mir zu, mit einer auffordernden Geste, um mich weiter weg vom Objektiv zu entfernen. Wie in den Witzen, führte das Rückwärtsgehen dazu, dass ich in die Mitte der Pfähle des Lattenzauns fiel. Große Angst, alle kamen schreiend herbeigelaufen, aber glücklicherweise war nichts passiert, obwohl ich sogar auf einen kleinen Anker gefallen war.

Als ob es ein Hufeisen gewesen wäre, dem man eine gewisse abergläubische Bedeutung zuschreiben würde, aufgrund dessen ich unverletzt blieb, aber bis heute erinnere ich mich noch immer an keines,  mit dem ich das in Verbindung bringen könnte.

Badestrand von Seiano

Badestrand von Seiano

Genau in jenem Seiano hatte ich meine Wassertaufe, als sie mich dort mit  viereinhalb Jahren ins Wasser eintauchten.  Ich kannte einen wunderbaren Matrosen, Ninuccio Savarese, der riesige Schleppkähne hatte um die Reisenden zu überführen und sie zum Pier zu bringen, die aus Neapel mit dem Vaporetto ankamen und bei der Küste ankerten.

Er nahm mich immer mit sich mit und er war es, der mir die Grundlagen des Schwimmens lehrte, und mich ins Wasser ließ.

Fortsetzung folgt…

Teil vier der Autobiografie Bud Spencers

Posted in Be Bud of it on 13. Juni 2010 by Karl-Martin Pold

Auszug aus der neuen Bud Spencer Autobiographie „Altrimenti mi arrabbio“ – exklusiv hier!

Fortsetzung:

In jenem Neapel, magischer und wunderbarer Platz der Kindheitserinnerungen, besuchte ich die Grundschule und lebte dort bis 1943, als der Krieg unseren Wohlstand mit nur einem Schlag vernichtete, und uns zwang die Schlange der Emigranten zu verdichten.

Vor diesem Alptraum war die Stadt in der ich aufwuchs, jene Stadt der Gebrüder De Filippo, Edoardo, Peppino und Titina, illegitime Kinder des großen Scarpetta (Anm: ein italienischer Schauspieler und Dramatiker), aber bereits Chefs der Szene der gewaltigen Künstler die sie waren. Es war die Stadt wo die Fußballmannschaft unter der Führung von Vojak abstieg, trotz des ergreifenden Eifers das in jedem Spiel verschwendet wurde, weil die Erschöpfung der Stadt und ganz Italiens – das an den Krieg dachte- immer mehr zunahm.

Ich besuchte das Institut Minerva, gegenüber dem Kino – Varieté Santa Lucia, und erinnere mich an meine Schwester Vera, gerade mal vier Jahre alt, die in die Klasse kam um mir eine Art Aluminiumgeschirr das innen in Fächer geteilt war (mit Brötchen, Wasser, Früchten etc.) zu bringen und mich zwischen den Bänken suchte, indem sie „Lallo“ rief, ihre Art als Kind „Carlo“ zu sagen.

Die Via Santa Lucia in Neapel.  Leider ist in der Straße kein Istituto Minerva und kein Kino Santa Lucia auffindbar.

Die Via Santa Lucia in Neapel. Leider ist in der Straße kein Istituto Minerva und kein Kino Santa Lucia auffindbar.

Ich erinnere mich auch an einen Schulkollegen mit Schürze (Schuluniform) und Schultasche, der dann zu einem großen Schriftsteller werden sollte: mein Freund Luciano De Crescenzo.

Auch er hätte es mit Humor getan, mit seiner Fähigkeit zu Entschärfen –eine Waffe und eine Philosophie– um diese verrückte und groteske Sache die das Leben ist,  in Angriff zu nehmen. Sicher ist, dass die Kindheit die Flucht vor der Realität ist, meine war im wörtlichen Sinn zumindest eine Gelegenheit: als ich und mein Cousin Alessandro (ich war zweieinhalb Jahre, er drei, Sohn des Bruders meines Vaters, der auch Unternehmer ist) eines schönen Tages von zu Hause wegliefen. Wie verantwortungslos, und wie; wir waren zusammen gezählt weniger als 5 Jahre alt.

Wir wollten in den Stadtpark um mit den anderen Kindern zu spielen, als uns ein Herr bemerkte und uns zurück nach Hause brachte, wo sich,  in der Zwischenzeit, eine Tragödie ereignet hatte, und zwar so eine, dass sie bereits die Polizei gerufen hatten.

Ich weiß nicht, wer dieser „Retter“ gewesen war, aber für uns war es ein Spielverderber, der uns den Spaß verdorben hat.  Für uns repräsentierte jener Park,  in der jungenhaften Phantasie verherrlicht, ein Schlaraffenland, was heute für einen Jungen Gardaland (Anm: der Vergünungspark Nr. 1 in Italien, am Gardasee) ist.

Wir sind heimlich weggegangen und hatten die übliche Route genommen: via Orsini, via Santa Lucia, via Chiatamone, parallel zur Via Caracciolo.

Ich erinnere mich, dass wir das klassische Kinderkleidchen anhatten, das mit der Strampelhose die an der Leiste befestigt wurde, die man aufknöpfen konnte um Pipi zu machen.

Eingang zum Stadtpark  (Villa Comunale) von Neapel, in dem Carlo spielen wollte

Eingang zum Stadtpark (Villa Comunale) von Neapel, in dem Carlo spielen wollte

Wir waren uns dessen nicht bewusst, aber dieser Ausriss hatte solch dramatische Folgen, da damals noch die furchtbare Lindbergh Entführung in Amerika in der Luft lag, wo der kleine Sohn des berühmten Langstreckenfliegers Charles Augustus Lindbergh, nach der Bezahlung des Lösegeldes, entführt, ermordet und in einem Wald vergraben wurde. Wir haben wirklich nicht verstanden warum unsere Eltern so beunruhigt gewesen waren, auch wenn der ganze Wirbel der Polizei und der Leute des Bezirks vor dem Haus uns suggerierte, dass wir vielleicht irgendwelche Unannehmlichkeiten kreiert hatten.

Fortsetzung folgt…

Teil Drei der Autobiografie Bud Spencers

Posted in Be Bud of it on 9. Juni 2010 by Karl-Martin Pold

Auszug aus der neuen Bud Spencer Autobiographie  „Altrimenti mi arrabbio“  – exklusiv hier!

Fortsetzung:

Jedoch ist es sicherlich wahr, dass ein jeder von uns auf seine Herkunft stolz sein müsste und seine eigenen Wurzeln nicht verraten sollte.

Tatsächlich, obwohl die Literatur, das Theater und die Kinos uns an die Idee gewöhnt haben, dass das Neapolitanische das Vermächtnis der Unbequemlichkeit, des tagtäglichen Überlebens von Hunger und Tod wäre  – jenes das sicherlich eine profunde Wahrheit enthüllt-  vielleicht bin ich Neapel mehr verbunden als viele meiner Landsleute des plakativen und karikaturistischen Neapolitanismus. Weil Neapel nicht bloß ein geographischer Ort ist; Neapolitaner zu sein ist eine Bedingung des Geistes.

Ich sage es mit einem profunden Stolz: die meine ist eine innerliche Neapolität, weniger erkennbar, nicht nur weil ich den schwarzen Hunger als Kind nie gekannt hatte, aber vor allem weil ich den größten Teil meines Lebens im Ausland gelebt habe. Aber davon hat man ganz wenig gebraucht, weil ich den Stereotyp des Neapolitaners mit vollen Händen erlangt habe und wieder angefangen hatte wie Totó zu reden (über den ich eine sehr traurige Erinnerung habe, weil er war bereits alt und fast blind als ich die Gelegenheit hatte ihn kennen zu lernen).

Totó

Der Prinz Antonio De Curtis, mit Künstlernamen Totó, repräsentiert Napoli nicht: er verkörpert es! Schauspieler,  Komponist, Poet, Wohltäter, Tierschützer (als es noch nicht einmal in Mode war einer zu sein), Edelmann und Hofnarr, ein mitfühlender Mensch, der in der Nacht heimlich  Banknoten unter die Türen der ärmsten Häuser der Elendsviertel schob. Ich repräsentiere nicht jenes Neapel aufgrund jener Gründe die ich  weiter oben dargelegt habe und es würde mich nicht amüsieren  den „Pazzariello“  (Anm: Eine Figuer aus einem neapolitanischem Lied http://www.youtube.com/watch?v=EACudJqowoc , ein neapolitanischer Charakter der sich immer als französischer Häuptling verkleidete und eine Art Straßengebimmel erzeugte).

Das vielleicht am auffälligste Erbe von Neapel das ich in mir trage  ist ganz eingebrannt in meinem Slogan „ Futteténne!“. Das nicht bedeutet auf alles und alle mit einer fröhlichen Oberflächlichkeit zu pfeifen, sondern dem was uns betrifft ein nicht übertriebenes Gewicht zu geben, und mit Humor die Schwierigkeiten zu lösen, die wir nicht immer, ja sogar fast nie,  schaffen zu vermeiden.  In wenigen Worten, ich bin ein unbezähmbarer Optimist.

Sicherlich, und hier falle ich wieder für einen Moment zurück in die Rethorik der Erinnerungen, das Neapel von damals,  in den Dreißigern – Vierzigern, war allerdings komplett anders, nicht nur zu heute aber auch zu dem Neapel ein paar Jahre später, am Anfang des Krieges: in meiner Erinnerung als wohlhabendes Kind  war es eine wunderbare und heitere Stadt, elegant und namhaft wie eine Hauptstadt.

Von diesem Neapel trage ich im Inneren die Sprache und die Musikalität die ich, als Erwachsener und dann als alter Mann, einigen Liedern und Reflektionen wieder eingeflößt habe.

Fortsetzung folgt…

Teil Zwei der Autobiografie Bud Spencers

Posted in Be Bud of it on 6. Juni 2010 by Karl-Martin Pold

Auszug aus der neuen Bud Spencer Autobiographie  „Altrimenti mi arrabbio“  – exklusiv hier!

Fortsetzung / Die Kindheit

Ja, ich weiß dass die Schauspielerbiographien üblicherweise über unsagbare Not am Anfang der Karriere erzählen  (aber wenn sie „unsagbar“ sind wieso erzählen sie sie dann?), aber da ich mich nicht für einen Schauspieler halte, sondern als eine Figur, darf ich mir erlauben die Dämme der wenigen literarisch- narrativen Konventionen zu durchreißen – das was angesichts meines Umfangs nie eine Schwierigkeit dargestellt hat.

Auch weil wir, ohne einer Lire, dort geblieben sind wenige Jahre später, während dem 2. Weltkrieg, als ein Bombardement die Fabrik meines Vaters zerstörte.

Mehr als ein mal mussten meine Eltern  im Laufe ihres Ehelebens wieder von neuem anfangen, und sich an ein Vermögen anzupassen das sehr unbeständig, inkonstant war, während ich und meine Schwester das nicht einmal bemerkt hatten: uns ging es gut, und wir verstanden es nicht, geschützt durch die Ahnungslosigkeit der Kindheit und der fürsorglichen Pflege der Familie. Ich habe keine Zweifel, dass genau meine Familie die Basis meiner Erfolge gewesen war.  Das kann rethorisch erscheinen, aber die Wahrheit ist umso rethorischer je wahrer sie ist.

Meine Mutter Rosa (in Wahrheit hieß sie Rina und gebürtige Chiari, aus Brescia, aber alle nannten sie Rosa), Ehefrau  eines vermögenden neapolitanischen Industriellen, fand sich mehr in jenem Leben wieder wo sie für die Amerikaner in Rom in der unmittelbaren Nachkriegszeit Taschentücher mit dem Motiv des Kolosseums bestickte.

Papa, Alessandro Pedersoli, war ein Industrieller der aus einer Industriellenfamilie stammte, der dessen Vermögen erbte und sich hingab um dieses nicht zu verlieren. Er war Mitglied des Clubs Savoia in Neapel, einem sehr exklusiven Ort wohin er mich auf Besuch mitnahm, mehr oder weniger als ich zehn Jahre war, und man bereits den Hauch des bevorstehenden Krieges einatmete. Bevor alles zerstört wurde,  ich erinnere mich als wäre es heute, dass er mich auf Besuch in seine Fabrik und in seine Geschäfte mitnahm. Er war ein sehr ehrlicher Mann der mir das Gefühl des Stolzes hinsichtlich unseres Familiennamens einimpfte. Er sagte immer, dass ein Pedersoli noch nie nicht einmal eine Geldstrafe erhalten hätte und dass es kein materielles Motiv geben könnte für das ein Mann seine eigene Würde aufs Spiel setzen würde. Heute würde man sagen, dass er ein Mann aus einer anderen Zeit war und tatsächlich wurde er mehr als über einem Jahrhundert geboren, aber jene Prinzipien gehen nie unter und waren die Basis meines ganzen Benehmens.

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