Bud Spencer: First contact


1. März 2009:

Vienna Calling

Nun hatte ich sie endlich in meiner Hand – ein Zettel mit Bud Spencers Telefonnummer drauf. Es kam mir vor wie das goldene Ticket ins Paradies, und ich hatte nicht mehr geglaubt, dass ich sie jemals erhalten werde. Tja – die italienischen Mühlen arbeiten noch um einiges langsamer als bei uns. Aber nach Monaten des Wartens gab mir Roberto – mein „Keymaster“ endlich die Nummer von Buds Büro. Roberto erzählte mir außerdem, dass er vor Kurzem Bud in Rom traf und dass es kein Problem sein würde, dieses Interview für den Film zu bekommen.

Miss Nelly heißt die Sekretärin von Bud – so wurde mir mittels Facebook gesagt, und sie wisse bereits über das Projekt bescheid. Es sei kein Problem – Bud ist sicherlich für ein Interview zu haben. Außerdem spräche sie nur italienisch und ist nur von 10-12 Uhr erreichbar. Mit diesen knappen Anweisungen schritt ich frohen Mutes an die Tat.

Da sich meine Italienisch-Kenntnisse auf Pizza und „Ciao Bella“ beschränkten musste ich zuerst mal jemanden organisieren der die Korrespondenz für mich übernahm. Hier möchte ich nun einmal Evelyn und Daniela ein großes Dankeschön ausrichten, für ihre Unterstützung bei allen „Italien“- Angelegenheiten.

Allen Lesern sei nun dringend angeraten folgenden Link zu aktivieren bevor sie weiterlesen.

(Entweder in ein neues Fenster kopieren oder mit Maus länger auf dem Link draufbleiben ohne klicken, dann startet das youtube file von alleine)

Jeder soll nachempfinden wie ich mich gefühlt habe kurz bevor ich Bud´s Nummer wählte.

http://www.youtube.com/watch?v=Ya5MP98pLoE

Läuft die Musik? Ja!? Na dann kann’s losgehen.

Is the Bud in town?

Vor mir ein Zettel mit einer italienischen Telefonnummer – mit zittriger Hand wähle ich SEINE Nummer. Ich fühle mich wie ein Abenteurer der jahrelang nach dem heiligen Gral suchte und nun kurz davor steht den ersten Schluck aus diesem Kelch zu trinken.

indianajonesholygrail2

Ich hatte Bud´s Nummer - der heilige Gral

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Die Spannung ist unerträglich – gibt es tatsächlich eine Nummer mit der ich Bud Spencer erreichen kann? Langsam wähle ich eine Ziffer nach der anderen…

Neben einem Zettel mit Notizen liegt ein weiterer Zettel mit zahlreichen Fragen die ich geklärt haben muss. Wann hat Bud Zeit? Wird er das Interview auf Deutsch, Englisch oder Italienisch führen wollen? Wie lange darf ich Ihn interviewen und wann? Was soll ich Ihm über das Projekt erzählen? Hab ich auch nichts Wichtiges vergessen? Ich bin einfach nervös.

Ist ja nicht so, dass ich zum ersten Mal ein Interview mit einem Prominenten führe, aber das ist hier Bud Spencer und nicht irgendein Prominenter! Und ich denke ihr alle wisst was ich damit meine. Und natürlich wird in den nächsten Minuten vielleicht die wichtigste Frage überhaupt beantwortet werden. – Werde ich das Interview tatsächlich bekommen und Bud Spencer de facto in real treffen??? Während mein Hirn sich um alle diese Fragen dreht ertönt auch schon das typische Telefongeräusch. Es ist soweit – die Leitung Wien-Rom wurde aktiviert – die Nummer schien zu existieren.

Ich gebe das Telefon weiter an Evelyn um das Gespräch auf Italienisch zu führen. Sie spricht und palabert mit fremden Zungen die nach Mafia klingen – ich sitze daneben wie auf Nadeln und verstehe kein Wort. Nach einigen Minuten ist alles vorbei und Evelyn erzählt mir was passiert ist.

Der „Dottore“ sei im Moment nicht im Büro, aber er wisse nichts über dieses Projekt. Ich solle ein Fax schicken, denn E-Mails können nicht gelesen werden und sind nicht erwünscht.

Tja – das war das etwas ernüchternde Ergebnis des Telefonats. Alles sehr mysteriös irgendwie.

Was tun also – Einen Brief schreiben (auf italienisch wohlgemerkt) und ein Fax senden.

FAX! – Dass es diese Kommunikationstechnologie überhaupt noch gibt! Na, man darf aber nicht vergessen, dass der gute alte Bud ja heuer seinen 80iger feiert. Mit 80 werde ich wahrscheinlich immer noch mit meiner Playstation 2 spielen und dabei sabbern während meine Enkelkinder mich einen wunderlichen alten Mann schimpfen.

Auch diese Miss Nelly, –  Buds rechte Hand –  scheint schon ein etwas älterer Jahrgang zu sein. Zuerst gab sie mir eine falsche Faxnummer wie ich recht bald bemerkte. Erfreulicherweise kann man mit diesen Faxdingern kontrollieren ob eine Nachricht auch angekommen ist oder nicht. So hieß es einen Tag später da capo. Erneut lies ich anrufen, und bekam auch prompt eine neue Nummer. Das Ganze kostete mich einiges an Nerven und Lebensjahre.

Nun sitzt ich hier und warte auf Bud. Fax für eine Ave Maria.

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Endet so mein Durst nach Bud?

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2 Antworten to “Bud Spencer: First contact”

  1. JimiHendrix87 Says:

    na da bin ich ja gespannt, wie es weitergeht

  2. Hehe sehr geil, ich warte mit dir!

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