Wie alles Begann. . .


Die Geburt des Bud Movies

12. Juli 2008 – Neapel

Dies ist der erste Eintrag in diesem Bud Spencer Blog und wir schreiben den 12. Juli 2008.
Durch eine Reihe von mysteriösen Zufällen, merkwürdigen Ereignissen und miteinander verbundenen Schicksalsschlägen stehe ich hier mitten in einer Kirche in einem heruntergekommenen Viertel der vom Müll überschwemmten Stadt Neapel – der Stadt der Mafia, Geburtsort der Pizza und von Carlo Pedersoli. Und genau hier in seiner Geburtstadt sprach er zu mir – erfuhr ich diese „göttliche“ Vision. Er gab mir diesen Auftrag, diese Mission – einen Film zu machen. Nicht irgendeinen Film – DEN ERSTEN DOKUMENTARFILM ÜBER SEIN LEBEN – BUD SPENCER:
Mögen diese Worte pathetisch klingen – so sind sie doch wahr 🙂

Wie alles begann:

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Das Bud Mobil voll im Einsatz

Gemeinsam mit meinem Buddy Wieland und unserem Gefährt – einem blauen Gott aus Stahl, meinen guten alten Mercedes, cruisen wir seid über 2 Wochen quer durch Italien. Es ist unser Urlaubstrip, und Neapel liegt auf unserer Route nach Sizilien. Unser Motto lautete: Sparen wo´s geht. Und so sparten wir an Geld – zelteten illegal, aßen nur Spaghetti mit Thunfisch. Auch der Mercedes sparte – aber an Zuverlässigkeit. Nach einem Achsenriss, verlorenem Auspuff und einem verbitterten Durst nach Wasser, Diesel und Öl – gab es keinen Moment der Langeweile. Diese blaue 23-jährige 300D-Limousine bestimmte unseren Tag und herrschte über unser aller Schicksal. Dennoch brach ich immer wieder eine Lanze für meinen geliebten Schatz und verteidigte ihn. Denn trotz aller Widrigkeiten brachte er uns sicher durch alle von wilden Italienern befahrenen Straßen. Doch in Neapel schlug er wieder zu. Eine Feder der linken vorderen Aufhängung brach und wieder mussten wir uns um die Reparatur kümmern – welches zugleich einen Tag länger Aufenthalt bedeutete. Zufall?!, Pech?! Böswilligkeit?! Nein – Ich sage es war Schicksal. Denn durch diesen verlängerten Neapelaufenthalt kam es erst zu dieser Vision.

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und mit "kleineren" Problemchen

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Neapel - wie man es kennt.

Ca. 100 km nördlich von Neapel gabelten wir 2 ungarische Tramperinnen auf. Sie waren ebenso unterwegs nach Sizilien und auch ihr Motto lautete: Sparen wo´s geht. In Neapel wollten wir die Nacht verbringen, um am nächsten Morgen frisch und munter weiter Richtung Süden zu düsen. Da man aber direkt in Neapel schlecht campen konnte (obwohl wir schon einige Male neben einem Müllberg in den italienischen Wäldern übernachteten) mussten wir also einen Campingplatz finden.

Nach einer Irrfahrt durch Neapel´s Schlaglöcher fanden wir dann endlich einen Campingplatz gelegen mitten auf einem Vulkan mit dem Namen „Camping Solfatara“. Dort wagten wir es, den bulligen Campingplatzbetreiber übers Ohr hauen zu wollen, da wir statt 4 Personen nur 2 angaben. Doch der schlaue Fuchs durchschaute unser plumpes Spiel recht schnell und machte uns wutentbrannt und mit eindeutigen mimischen Zeichen sehr deutlich, dass mit ihm nicht zu spaßen sei.

 „This is Southitaly – if you wanna play with me I will kick your asses out of here“

Wir fühlten uns wie in einem Mafiafilm kurz vor der Hinrichtung, so als ob wir den Paten persönlich bescheißen wollten. Eingeschüchtert und ängstlich checkten wird dann doch zu viert ein und sein Killergebaren verwandelte sich wieder in ein touristenfreundliches Gehabe.

12. Juli 2008:

Nachdem der Mercedes wieder mal seinen Geist aufgab, beschlossen wir gezwungenermaßen unseren Aufenthalt af dem Campingplatz zu verlängern und die Stadt zu erforschen. Ich trug mein letztes frisches T-Shirt – zufällig eines mit Bud Spencers Konturen aufgedruckt.
Auf dem Weg ins Stadtzentrum – man muss wissen der Campingplatz Solfatara liegt am Stadtrand, trafen wir unsern guten alten Freund den bulligen Mafiacampingplatzbetreiber. Er wünschte uns einen schönen Tag und blickte auf mein T-Shirt.

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Das Schicksalhafte T-Shirt

„Ah – Bud Spencer, very cool!  My boss is a good friend from him. Bud was born in Napoli”

Wir schlenderten durch die Stadt, erledigten Tourismuskram, doch irgendwie hämmerten sich die Worte des Mafiacampinplatzbetreibers wie Dampfhammerschläge von Buds Filmen in mein Hirn. Dieser Prozess ist schwierig zu beschreiben, denn es hat mit Denken zu tun, und mein altes versoffenes Hirn braucht bei Denkprozessen doch etwas länger. Ich war schon länger auf der Suche nach einer Idee für meine Diplomarbeit – es war der letzte Sommer vor meinem letzten Studienjahr. Plötzlich spürte ich Bud Spencer in jeder Ecke in dieser Stadt. In jedem Müllhaufen, jedem Pizzastück und Pater Pio Statue. Der Geist von Bud durchdrang mich. Unser Weg durch diese Stadt führte uns auch bei einer Kirche vorbei. Wir gingen hinein und dort geschah es…
In dieser Kirche mitten in diesem heruntergekommenen Viertel wurde die Idee geboren. Ich bringe Bud Spencer zurück auf die Leinwand.

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7 Antworten to “Wie alles Begann. . .”

  1. Beste Idee überhaupt!!!
    Bei uns im Haus sind drei Generationen Spencer/Hill Fans,du hast unsere volle unterstützung zu 100%!

  2. SuNDowner Says:

    Ich verneige mich in Demut !!!
    Die beste Idee ever!!!

    in diesem Sinne: Lass die Pfanne da^^

  3. Kongeniale Idee, ich wünsche dir viel Glück in diesem Projekt über unser gemeinsames Idol ! Go for it !

  4. Daniel Weiß Says:

    Du hast es geschaft was andere nicht gemacht haben weider so. Daniel.

  5. christine Says:

    klingt gut, alles gute c.p.

  6. willinius Says:

    Yeahhhh, geile Sache- und das beste ich war mit von der Party als die Idee geboren wurde, ich hab die Magie gespürt….
    Drück dir die Daumen vor allem mit der Stimme, kenne leider niemanden…

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